Fördermöglichkeiten für dein Bootcamp in Deutschland

Ob du dich beruflich weiterentwickeln, in deinem Job neue Tech-Skills aufbauen oder dich im Unternehmen für neue Aufgaben qualifizieren willst: In Deutschland gibt es mehrere Förderwege – vom Bildungsgutschein über das Qualifizierungschancengesetz bis hin zu Programmen für Solo-Selbstständige. Hier findest du die wichtigsten Optionen im Überblick.

Weiterbildung soll für alle machbar sein

Viele staatliche Förderungen in Deutschland setzen eine Zulassung nach AZAV voraus. Wenn du z. B. einen Bildungsgutschein nutzen möchtest, ist eine AZAV-Zulassung des Trägers bzw. der Maßnahme in der Regel entscheidend. Je nach Voraussetzungen und Bewilligung können Kosten ganz oder teilweise übernommen werden – wir unterstützen dich dabei, die passende Route zu finden und die nächsten Schritte sauber vorzubereiten.


Unsere Förderprogramme im Überblick

Bildungsgutschein

Für Arbeitssuchende oder Personen in Beratung bei Agentur für Arbeit/Jobcenter: Der Bildungsgutschein kann Lehrgangskosten abdecken und – je nach Fall – auch Fahrtkosten, auswärtige Unterbringung/Verpflegung sowie Kinderbetreuung. Seit 01.01.2025 erfolgt die Entscheidung und Förderung für Kund:innen des Jobcenters über die Agentur für Arbeit.

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

Der AVGS kann – je nach Ziel – Coaching- und Qualifizierungsmaßnahmen finanzieren (z. B. Bewerbungscoaching oder Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung). Wichtig: Der AVGS ist eine Ermessensleistung, es besteht kein Rechtsanspruch.

Qualifizierungschancengesetz (QCG) – Weiterbildung für Beschäftigte

Für Beschäftigte in Deutschland: Das Qualifizierungschancengesetz erweitert die Weiterbildungsförderung für Arbeitnehmer:innen – unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße (wenn Voraussetzungen erfüllt sind). Möglich sind Zuschüsse zu Weiterbildungskosten sowie – abhängig von Unternehmensgröße und Kofinanzierung – Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. (Historisch wurde diese Förderung häufig unter „WeGebAU“ zusammengefasst.)

Qualifizierungsgeld

Für Betriebe im Strukturwandel: Das Qualifizierungsgeld ist eine Entgeltersatzleistung, die während einer geförderten Weiterbildung gezahlt werden kann (in der Regel 60 % bzw. 67 % mit Kind des Netto-Entgeltausfalls). Die Finanzierung der Weiterbildungskosten und Sozialversicherungsbeiträge liegt dabei grundsätzlich beim Arbeitgeber.

KOMPASS-Programm

Für Solo-Selbstständige: Das ESF Plus-Programm KOMPASS („Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige“) bezuschusst passgenaue Weiterbildungen – bis zu 90 % der Kosten, maximal 4.500 €. Die Antragstellung läuft über eine regionale KOMPASS-Anlaufstelle.

Kurzarbeit & Qualifizierung

Wenn dein Unternehmen Kurzarbeit nutzt, können Qualifizierungen unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden (z. B. Erstattung von Lehrgangskosten). Ziel ist, Beschäftigte für neue Anforderungen zu qualifizieren und Perspektiven im Betrieb zu sichern.

Bildungsurlaub / Bildungszeit

In den meisten Bundesländern gibt es einen Anspruch auf bezahlte Freistellung für Weiterbildung (oft bis zu 5 Tage pro Jahr). Bildungsurlaub übernimmt nicht automatisch die Kursgebühren, kann dir aber Zeit verschaffen, um konzentriert zu lernen.

Landesweite & regionale Förderprogramme

Zusätzlich zu Bundesprogrammen bieten viele Bundesländer/Regionen eigene Zuschüsse (z. B. der „Weiterbildungsbonus PLUS“ in Hamburg). Welche Programme passen, hängt u. a. von Wohnort, Status (angestellt/selbstständig/arbeitssuchend) und Weiterbildung ab – wir helfen dir gern beim Einordnen.


So funktioniert’s

Nutze die Chance, deine Tech-Skills gezielt auszubauen – wir begleiten dich von der Orientierung bis zum Kursstart (12 Wochen Vollzeit oder 24 Wochen Teilzeit, live online).

1. Optionen prüfen

Kläre, welche Programme zu deiner Situation passen (z. B. Bildungsgutschein/AVGS, Förderung als Beschäftigte:r über den Arbeitgeber, KOMPASS für Solo-Selbstständige, regionale Zuschüsse).

2. Förderweg vorbereiten

Buche ein Beratungsgespräch: Wir geben dir eine klare Orientierung, welche Unterlagen typischerweise gebraucht werden (z. B. Kursinfos, Zeitplan, Kostenübersicht) und wie du deinen nächsten Termin bei Agentur/Jobcenter oder im Unternehmen gut angehst.

3. Förderung beantragen & starten

Sobald die Förderung bewilligt ist, sicherst du dir deinen Platz und startest mit dem Onboarding – inklusive Pre-Course-Materialien, damit du optimal ins Bootcamp gehst.