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Dein Bootcamp von der Steuer absetzen – ohne Höchstgrenze

Kein Bildungsgutschein, kein Arbeitgeberbudget? Beruflich veranlasste Fortbildungskosten sind in Deutschland unbegrenzt abziehbar. Je nach Steuersatz holst du dir rund 14 bis 45 Prozent von allem zurück, was du in ein Bootcamp der Code Labs Academy steckst – und wer gerade nichts verdient, nimmt die Kosten per Verlustvortrag mit ins nächste Jahr.


Weiterbildung steuerlich absetzen – so funktioniert es

Was du für eine beruflich veranlasste Weiterbildung ausgibst, ist keine Privatsache, sondern mindert dein zu versteuerndes Einkommen. Angestellte tragen die Kursgebühr als Werbungskosten in die Anlage N der Steuererklärung ein, Selbstständige und Freiberufler ziehen dieselbe Rechnung als Betriebsausgaben in der EÜR ab. Und bei einer Fortbildung – also einer Weiterbildung von jemandem, der bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium hat – gibt es dafür keine Obergrenze. Ein Kurs für 5.000 Euro ist genauso vollständig abziehbar wie einer für 17.000 Euro, dazu Hardware, Prüfungsgebühren und Fahrtkosten. Nichts davon muss vorher genehmigt werden: Es gibt keinen Antrag, keine Frist vor Kursbeginn und keine Anforderung an eine staatliche Zulassung des Anbieters. Das Finanzamt schaut auf zwei Dinge – eine ordentliche Rechnung der Code Labs Academy, einer deutschen Firma mit deutscher Rechnungsstellung, und einen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen dem Kurs und deinem jetzigen oder angestrebten Beruf. Damit ist das der eine Weg, der wirklich jedem offensteht, der seine Weiterbildung selbst zahlt. Zwei Dinge sagen wir dabei offen: Erstens ist das ein Abzug und keine Auszahlung – zurück kommt dein persönlicher Steuersatz auf die Kosten, nicht die Kosten selbst. Zweitens gilt der unbegrenzte Abzug für Fortbildungen. Wäre das Bootcamp deine allererste Qualifikation nach der Schule, gelten deutlich engere Regeln; wo genau diese Grenze verläuft, steht gleich im ersten Reiter. Und wir sind eine Schule, keine Steuerkanzlei: Diese Seite gibt dir die Orientierung, den Einzelfall bestätigt dir ein Lohnsteuerhilfeverein oder eine Steuerberaterin.

Was kostet dein Bootcamp nach Steuern?

Trag die Kursgebühr ein, die du selbst zahlst, und den Steuersatz, den du für das Jahr erwartest. Du siehst dann, wie viel ungefähr über die Steuererklärung zurückkommt und was die Weiterbildung am Ende wirklich kostet.

Nur dein Eigenanteil, gezählt in dem Kalenderjahr, in dem du ihn tatsächlich bezahlst.

Nur ankreuzen, wenn du noch nie eine Berufsausbildung abgeschlossen oder studiert hast, im In- oder Ausland.

Lass das Häkchen weg, wenn du in diesem Jahr nichts verdienst, etwa zwischen zwei Jobs.

Das kommt über die Steuererklärung zurück

4.200 €

Davon abziehbar
10.000 €
Nicht abziehbar
0 €
Was der Kurs dich am Ende wirklich kostet
5.800 €
Angewendeter Grenzsteuersatz
42%
  • Die Zahlen sind eine Schätzung auf Basis deiner Eingaben, keine Berechnung deiner tatsächlichen Steuer.
  • Das Geld kommt erst mit dem Steuerbescheid, Monate nach deiner Zahlung. Der Abzug senkt den echten Preis der Weiterbildung, er bezahlt aber nicht die Rechnung in diesem Monat.

Das ist eine Schätzung auf Basis der Zahlen, die du eingegeben hast. Sie ist weder eine Steuerberatung noch eine Förderzusage: Was als beruflich veranlasst anerkannt wird, entscheidet dein Finanzamt. Die Rechnung legt außerdem einen einzigen Grenzsteuersatz auf den ganzen Betrag, während ein hoher Abzug einen Teil deines Einkommens in eine niedrigere Progressionszone schieben kann. Lass deinen Fall deshalb von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einer Steuerberatung prüfen, bevor du fest mit dem Geld rechnest.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel bekomme ich tatsächlich zurück?

Deinen persönlichen Grenzsteuersatz auf die gesamten Kosten – über alle Einkommen hinweg sind das grob 14 bis 45 Prozent, und wer mehr verdient, holt mehr heraus. Zur Einordnung: Ein Bootcamp für 10.000 Euro kostet bei mittleren bis höheren Einkommen nach Abzug erfahrungsgemäß noch etwa 5.800 bis 7.000 Euro. Das Geld kommt allerdings nicht zusammen mit der Rechnung, sondern erst, wenn du die Steuererklärung für dieses Jahr abgegeben hast und der Bescheid da ist – in der Praxis also Monate später. Rechne den Abzug deshalb als Preisnachlass auf die Weiterbildung, nicht als Finanzierung.

Zählt ein Online-Bootcamp – und muss der Anbieter staatlich anerkannt sein?

Ja, und nein. Für den Werbungskostenabzug führt das Finanzamt keine Liste zugelassener Bildungsanbieter und prüft auch keine Zertifizierungen. Entscheidend ist die berufliche Veranlassung, nicht wer unterrichtet. Live-Online-Unterricht wird dabei genauso behandelt wie ein Seminarraum. Die Code Labs Academy ist eine deutsche Gesellschaft und stellt eine ganz normale deutsche Rechnung – damit erübrigen sich auch die Rückfragen, die bei ausländischen Anbietern manchmal aufkommen. Heb Rechnung, Curriculum und Zertifikat auf, dann hast du alles, was im Prüfungsfall verlangt wird.

Ich bin Quereinsteiger aus einer ganz anderen Branche. Ist das Fortbildung oder Erstausbildung?

Wenn du bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen oder studiert hast – in irgendeinem Fach, in irgendeinem Land –, gilt eine Umschulung in die IT als Fortbildung, und der Abzug ist unbegrenzt. Der neue Beruf muss nicht auf dem alten aufbauen: Der Zusammenhang, den das Finanzamt sehen will, besteht zum angestrebten Beruf, nicht zum bisherigen. Der enge Fall ist jemand, für den das Bootcamp die erste Qualifikation nach der Schule wäre. Dann sind es Sonderausgaben, begrenzt auf 6.000 Euro pro Jahr und nicht vortragsfähig. Wenn du unsicher bist, auf welcher Seite dieser Linie du stehst, lass das vor der Anmeldung von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einer Steuerkanzlei einschätzen.

Ich habe gerade kein zu versteuerndes Einkommen. Bringt mir das überhaupt etwas?

Ja – vorausgesetzt, deine Kosten sind Werbungskosten und keine Sonderausgaben, du also bereits einen ersten Abschluss hast. Gib für das Jahr, in dem du gezahlt hast, trotzdem eine Steuererklärung ab und beantrage die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags. Das Finanzamt hält den Verlust per Bescheid fest, und er mindert dein zu versteuerndes Einkommen im ersten Jahr, in dem du wieder verdienst. Für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die das Bootcamp arbeitslos bezahlen und ein paar Monate später ein Entwicklergehalt beziehen, ist das im ersten Berufsjahr eine spürbare Erstattung. Erklärungen für zurückliegende Jahre lassen sich häufig noch nachreichen – wenn dein Kurs schon eine Weile her ist, frag beim Finanzamt nach den aktuell geltenden Fristen, bevor du es abschreibst.

Was, wenn das Finanzamt die Kosten nicht anerkennt?

Das kommt vor, meistens weil der berufliche Zusammenhang aus der Akte nicht erkennbar war – nicht, weil es ihn nicht gibt. Gegen den Bescheid kannst du Einspruch einlegen; die Frist steht auf dem Bescheid selbst, lies sie also gleich nach, wenn er ankommt. Nenne im Einspruch den Zielberuf, leg die Kursbeschreibung mit Inhalten und Stundenumfang bei, ergänze Stellenanzeigen für die angestrebte Position und erkläre die Qualifikationslücke in einfachen Worten. Wenn du die Erklärung selbst gemacht hast, ist das der Moment, in dem sich ein Lohnsteuerhilfeverein oder eine Steuerberatung bezahlt macht – und deren Kosten sind wiederum absetzbar.

Mein Arbeitgeber oder eine Förderung hat einen Teil bezahlt. Was kann ich dann noch absetzen?

Nur den Anteil, den du tatsächlich selbst getragen hast. Zahlt die Agentur für Arbeit den Kurs über einen Bildungsgutschein, hattest du keine Ausgabe und kannst nichts geltend machen. Erstattet ein regionaler Zuschuss wie der Bildungsscheck NRW einen Teil, setzt du den Rest ab. Beim Arbeitgeber gilt dasselbe: Was die Firma zahlt, ist für dich steuerfrei und für sie Betriebsausgabe, und was du selbst drauflegst, sind deine Werbungskosten. Ein Zusatzpunkt für Selbstständige: Wenn auf deiner Rechnung Umsatzsteuer ausgewiesen ist und du vorsteuerabzugsberechtigt bist, holst du dir diesen Teil über die Umsatzsteuervoranmeldung zurück statt über den Betriebsausgabenabzug – schau also, was auf deiner Rechnung tatsächlich steht.

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