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Was ist UI/UX Design? Eine klare Erklärung für Einsteiger in der Schweiz

Aktualisiert am July 31, 2026Lesedauer: 5 Minuten


Stell dir vor, du willst in einer App aus dem Zug ein Ticket kaufen und findest den richtigen Knopf in drei Sekunden – ohne nachzudenken. Genau das ist die Arbeit von UI/UX Designerinnen und Designern: Sie machen digitale Produkte so, dass Menschen sie sofort verstehen und gern benutzen.

Wenn du wissen willst, was UI/UX Design ist, wie viel man damit verdient und ob du das Handwerk wirklich in wenigen Monaten lernen kannst, bist du hier richtig. Ich gehe die häufigsten Fragen der Reihe nach durch – mit einem konkreten Beispiel, einer Vergleichstabelle und einem ehrlichen Blick auf den Schweizer Arbeitsmarkt.

Was ist UI/UX Design genau?

Zwei Buchstabenpaare, zwei verwandte, aber unterschiedliche Disziplinen. UX steht für User Experience, also das gesamte Erlebnis einer Person mit einem Produkt. UI steht für User Interface, die konkrete Oberfläche mit Farben, Buttons, Schriften und Abständen.

UX-Arbeit beginnt vor dem ersten Pixel. Du sprichst mit Nutzerinnen, verstehst ihr Problem, skizzierst Abläufe und testest Ideen als einfache Wireframes. UI-Arbeit kommt danach: Du gibst diesen Abläufen eine visuelle Form, die klar, konsistent und angenehm ist.

Ein konkretes Beispiel. Eine Krankenkasse in Zürich merkt, dass viele Kundinnen ihre Rechnung nicht online einreichen, sondern per Post schicken. Die UX-Seite findet heraus, warum: Der Upload-Prozess hat sieben Schritte und fragt nach Angaben, die niemand zur Hand hat. Die Lösung ist ein reduzierter Ablauf mit drei Schritten und einer Foto-Funktion für die Rechnung. Die UI-Seite gestaltet dann die Buttons, den Fortschrittsbalken und die Fehlermeldungen so, dass jeder Schritt sich selbst erklärt. Ergebnis: Mehr Leute reichen digital ein, das Callcenter hat weniger Anfragen.

Kurz gesagt: UX sorgt dafür, dass das Richtige gebaut wird. UI sorgt dafür, dass es gut aussieht und sich stimmig anfühlt.

UX oder UI – wo liegt der Unterschied konkret?

Viele Stellen in der Schweiz suchen «UX/UI Designer» und meinen beides in einer Person. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Unterschiede, damit du weisst, welche Aufgaben dir liegen.

AspektUX DesignUI Design
FokusAblauf, Logik, Bedürfnisse der NutzerOptik, Layout, visuelle Details
Typische AufgabeNutzerinterviews, Wireframes, Usability-TestsFarbsystem, Typografie, Komponenten
LeitfrageLöst das Produkt das richtige Problem?Ist die Oberfläche klar und konsistent?
ToolsFigma, Miro, MazeFigma, Adobe-Tools
ErgebnisStruktur und PrototypFertiges, gestaltetes Interface

In der Praxis überlappen sich die beiden ständig. Figma ist heute das Werkzeug, in dem beide Welten zusammenkommen – vom groben Wireframe bis zum finalen Design-System.

Ist UI/UX Design ein IT-Job?

Jein. UX/UI Design gehört zur Tech- und Produktwelt, ist aber kein klassischer Programmier-Job. Du schreibst in den meisten Rollen keinen produktiven Code. Trotzdem arbeitest du eng mit Entwicklerinnen und Product Managern zusammen und bist Teil des Tech-Teams.

Es hilft enorm, wenn du grob verstehst, wie das Web funktioniert – was mit HTML und CSS möglich ist, wie Komponenten wiederverwendet werden, warum manche Ideen technisch teuer sind. Genau diese Schnittstelle macht die Rolle spannend: Du sitzt zwischen den Menschen, die das Produkt nutzen, und den Menschen, die es bauen. Wenn dich reine Gestaltung reizt, du aber auch strukturiert und logisch denkst, passt das Feld oft besser als klassisches Grafikdesign oder klassische Softwareentwicklung.

Ist UI/UX Design gut bezahlt?

In der Schweiz ja. UX/UI Design gehört zu den solide bezahlten Rollen im digitalen Bereich, besonders in Ballungszentren wie Zürich, Genf, Basel und Bern, wo Banken, Versicherungen, Pharma und Tech-Firmen laufend digitale Produkte bauen.

Einsteiger:innen starten spürbar tiefer als erfahrene Product Designer, aber schon der Einstieg liegt in einem für die Schweiz vernünftigen Rahmen. Mit ein paar Jahren Erfahrung, einem starken Portfolio und Spezialisierung – etwa in UX-Research oder Design-Systemen – steigt das Gehalt deutlich. Feste Zahlen kursieren viele; verlässlicher ist die Faustregel, dass Erfahrung, Portfolio und Verantwortung mehr über deinen Lohn entscheiden als der Jobtitel. Wer echte Business-Probleme löst und das messbar zeigen kann, verhandelt aus einer starken Position.

Kann man UX in drei Monaten lernen?

Die Grundlagen: ja. Ein tiefes Meisterschaftsniveau: nein – das kommt mit den ersten echten Projekten. Aber genau darum geht es beim Einstieg nicht.

In wenigen Monaten intensiver Arbeit kannst du realistisch lernen, wie du Nutzerbedürfnisse recherchierst, Wireframes und Prototypen in Figma baust, ein sauberes UI gestaltest und Usability-Tests durchführst. Am Ende zählt dein Portfolio. Zwei bis drei durchdachte Projekte, bei denen man den ganzen Prozess sieht – vom Problem über die Skizzen bis zum fertigen Screen – überzeugen Arbeitgeber in der Schweiz mehr als jedes Zertifikat.

Was in dieser Zeit funktioniert, ist ein strukturierter Kurs mit Feedback von Profis. Wildes Zusammensuchen von YouTube-Videos dauert länger und lässt dich oft im Kreis laufen. Wenn du dir einen intensiven Weg vorstellen kannst, gibt dir das UX/UI Design Bootcamp von Code Labs Academy genau diesen roten Faden mit Mentoring und echten Projekten. Wer nebenberuflich einsteigen will, findet mit dem selbstbestimmten UX/UI-Kurs im eigenen Tempo mehr Flexibilität.

Womit fängst du an?

Lade dir Figma herunter – die Basisversion ist gratis. Nimm eine App, die dich täglich nervt, und zeichne nach, wie du sie besser machen würdest. Genau dieses Nachbauen und Verbessern ist die Übung, mit der fast jede:r UX/UI Designer:in angefangen hat.

Danach hilft Struktur. Ein guter Kurs bringt dir die Methode bei, gibt dir Feedback und zwingt dich, deine Arbeit zu erklären – die Fähigkeit, die dich im Bewerbungsgespräch von anderen abhebt. Einen Überblick über passende Programme und Finanzierungsmöglichkeiten findest du in der Kursübersicht von Code Labs Academy und auf der Seite mit Preisen und Finanzierungsoptionen.

UX/UI Design ist ein zugänglicher Einstieg in die Tech-Welt für Menschen, die gestalten und Probleme lösen wollen – ohne jahrelanges Studium. Wenn dich das anspricht, starte dein erstes Portfolio-Projekt und lass es von Profis begleiten, statt allein zu tüfteln.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist UI/UX Design genau?

UX Design (User Experience) kümmert sich um das gesamte Erlebnis mit einem Produkt: Bedürfnisse verstehen, Abläufe planen und testen. UI Design (User Interface) gestaltet die sichtbare Oberfläche mit Farben, Buttons, Schriften und Layout. UX sorgt dafür, dass das Richtige gebaut wird, UI dafür, dass es klar aussieht und sich stimmig anfühlt.

Ist UI/UX Design gut bezahlt?

In der Schweiz gehört UX/UI Design zu den solide bezahlten digitalen Rollen, vor allem in Zürich, Genf, Basel und Bern. Einsteiger:innen starten tiefer, mit Erfahrung, einem starken Portfolio und Spezialisierung steigt das Gehalt deutlich. Verantwortung und nachweisbare Ergebnisse entscheiden mehr als der Jobtitel.

Kann ich UX in drei Monaten lernen?

Die Grundlagen ja. In wenigen Monaten intensiver Arbeit lernst du Research, Wireframing und Prototyping in Figma, UI-Gestaltung und Usability-Tests. Für den Einstieg zählt dein Portfolio mit zwei bis drei durchdachten Projekten. Ein strukturierter Kurs mit Feedback bringt dich schneller ans Ziel als loses Selbststudium.

Ist UI/UX Design ein IT-Job?

UX/UI Design gehört zur Tech- und Produktwelt, ist aber kein klassischer Programmier-Job. Du schreibst meist keinen produktiven Code, arbeitest aber eng mit Entwickler:innen und Product Managern zusammen. Ein grobes Verständnis von HTML, CSS und Web-Technik hilft dir in der Rolle enorm.

Welche Tools brauche ich als UX/UI Designer:in in der Schweiz?

Figma ist der Standard für Wireframes, Prototypen und finale Interfaces. Dazu kommen Tools wie Miro für Workshops und Maze für Usability-Tests. Die Figma-Basisversion ist gratis, damit kannst du sofort dein erstes Projekt starten.

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